SPD-Ratsfraktion besucht Bosch-Werk
08. September 2010 0 Kommentare(sb) Vor der Ratssitzung am 30. August besuchte die SPD-Stadtratsfraktion das Bosch Werk in Hildesheim. Mit dabei waren auch SPD-Bundestagsabgeordneter Bernhard Brinkmann und SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Rübke. Martin Ziegler, kaufmännischer Leiter des Werkes, empfing die Gäste herzlich und gab einen positiven Ausblick für den Standort Hildesheim.
Bei ihrem Besuch im Bosch-Werk Hildesheim konnten sich die SPD-Gäste davon überzeugen, dass es wieder aufwärts geht. 60 Jahre Ansammlung von Know-How in der Entwicklung und Produktion von Startern für Verbrennungsmotoren machen das Werk zum "Leitwerk" für den gesamten Bosch-Konzern. Herr Ziegler erläuterte dies so: Für die unterschiedlichen Werke in der Welt, in welchen Starter für Autos produziert werden, wird jede neue Produktion und jeder einzelne Prozess zunächst in Hildesheim erbrobt. Hier entsteht sozusagen die Blaupause für alle Produktionsstraßen. Dennoch steht Hildesheim als Produktionsstandort mit anderen Bosch-Werken im Wettbewerb um die kostengünstigste Produktion, und deshalb plant die Führung, den Standort Hildesheim als Zentrum für die Entwicklung neuer Produkte rund um den Starter zu etablieren. So wurden hier die neuesten Start-Stopp-Technologien entwickelt. 60 Jahre Erfahrung können andere Werke nicht in ein oder zwei Jahrzehnten aufholen. Trotz des Entwicklungsschwerpunktes soll die Produktion nicht verschwinden. Hildesheim bleibt Leitwerk. Wie Henning Blum, Bosch-Betriebsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister Hildesheims, vorrechnete, kann Hildesheim aber auch bei den Produktionskosten von vielen Produkten mit beispielsweise Ungarn mithalten.
Dies gilt insbesondere für neue Produkte wie den Hybridantrieb, dessen Produktion gerade in Hildesheim anläuft. Auch hier soll der Standort Leitwerk werden. Die ersten Elektroantriebe - als Ergänzung für den herkömmlichen Ottomotor - sind bereits an VW und Porsche ausgeliefert worden. Aber die Bosch-Ingenieure in Hildesheim können noch mehr. Sie haben den ersten Hybrid für Dieselmotoren entwickelt. Zwar werden vorerst nur einige Tausend Hybridmotoren hier gebaut - im Gegensatz zu vier Millionen Startern - jedoch liegt bei dieser neuen Technologie wohl mit die Zukunft des Standortes Hildesheim.
Bosch ist noch immer größter Arbeitgeber in Hildesheim. Und mit den neuen Produkten wird das auf absehbare Zeit auch in Zukunft so bleiben. Hartmut Häger, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, hat denn auch politische Unterstützung angeboten. Bosch schätzt den Standort, und die SPD am Standort wird ihren Teil tun, um optimale Bedingungen für den Konzern zu schaffen.
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